Seller’s Nightmare · Folge 2: The Empty Shelf

Personalisierte Produkte für deinen Onlineshop auswählen

Illustration mit Schmuck-, Leder- und Holzprodukten, von denen eines ausgewählt ist.

Die Produktauswahl für deinen Shop beginnt mit der Frage, warum jemand kaufen würde. Wer eine bestimmte Geldbörse sucht, entscheidet anders als jemand, der ohne konkrete Produktidee nach einem Geschenk zum Jahrestag sucht.

Bevor du deinen Shop füllst, verbinde drei Fragen: Was sucht dein Käufer? Was kannst du personalisieren oder produzieren lassen? Und was kannst du bei einer Bestellung zuverlässig zusagen?

1. Beginne mit dem Käufer, dem Anlass und der Plattform

Denke an zwei unterschiedliche Ausgangspunkte beim Kauf:

  • Der Käufer kennt das gesuchte Produkt: Gesucht wird etwa eine Herrenledergeldbörse, eine goldene Namenskette oder ein Konsolentisch aus Holz. Dein Angebot sollte beim Vergleich wichtiger Details helfen: Material, Maße, Personalisierung, Preis und Lieferung.
  • Der Käufer kennt den Empfänger oder Anlass: Gesucht wird etwa ein Geschenk zum Jahrestag, ein Geschenk für ihn, für sie oder für Oma. Das konkrete Produkt steht noch nicht fest. Zeige, warum es zu diesem Menschen oder Anlass passt und wie die Personalisierung es besonders macht.

Anlässe verdienen bei der Sortimentsplanung Aufmerksamkeit. Dasselbe Produkt kann zu mehreren Anlässen passen. Beispielname, Botschaft, Foto und Präsentation sollten jedoch klar zeigen, für wen das Geschenk gedacht ist. Fülle ein Angebot nicht mit unzusammenhängenden Anlässen, nur um mehr Suchanfragen abzudecken.

Recherchiere, wie Käufer auf deiner gewünschten Plattform stöbern. Sieh dir Suchvorschläge, Kategorien und passende Angebote an. Kundenfragen und Bewertungen zeigen, was Käufer erklärt haben möchten. Achte darauf, ob das erste Bild Produkt und Personalisierung verständlich zeigt und wie Preis und Lieferinformationen dargestellt werden.

Nutze deine Beobachtungen für ein gezieltes Startsortiment. Ein Produkt, das zu deinen Käufern und deiner Plattform passt, bietet einen klareren Ausgangspunkt als eine große Auswahl, die du nur wegen ihrer Verfügbarkeit zusammenstellst.

2. Recherchiere auf der Plattform und erkunde dann Produktionskataloge

Fasse deine Recherche in einem kurzen Produktkonzept zusammen: Zielgruppe, Anlass oder Alltagsnutzen, Produkttyp, gewünschte Personalisierung und angestrebte Preisspanne.

Erkunde anschließend die Kataloge von Produktionspartnern mit diesem Konzept im Blick. Stelle dir zwei getrennte Fragen: Welche bestehenden Produkte kann ich personalisieren und verkaufen? Welche eigenen Ideen kann ich entwerfen und produzieren lassen?

Prüfe bei einem bestehenden Produkt die verfügbaren Materialien, Maße, Varianten und Personalisierungsflächen. Bei einem eigenen Entwurf solltest du klären, welche Zeichnungen oder Dateien nötig sind, ob sich der Entwurf fertigen lässt und welche Vorarbeiten erforderlich sind.

Prüfe, ob Produkt und Angebot die aktuellen Anforderungen deiner Plattform erfüllen. Vergleiche die Gesamtkosten der Variante, die du verkaufen möchtest, einschließlich Personalisierung, Zubehör, Verpackung und gegebenenfalls Versand. Ein Einstiegspreis im Katalog entspricht nicht unbedingt den Kosten deines fertigen Angebots.

3. Stimme Produkt und Personalisierung aufeinander ab

Lege fest, was dein Käufer ändern können soll. Prüfe dann, ob du oder dein Produktionspartner dies bei genau diesem Artikel umsetzen könnt.

  • Namen, Daten und Nachrichten: Kläre das mögliche Verfahren, die Textfläche, die Schriftarten und die Zeichenbegrenzungen.
  • Fotos oder Illustrationen: Prüfe das erforderliche Dateiformat, die Bildqualität, den Zuschnitt und die geeignete Fläche für die Umsetzung.
  • Produktoptionen: Kläre, welche Größen, Materialien, Farben, Steine oder anderen Optionen für das Modell tatsächlich verfügbar sind.

Ein Produkt, das sich gravieren lässt, eignet sich nicht automatisch zum Bedrucken. Eine Schriftart, die auf einem gravierten Stab gut aussieht, ist nicht unbedingt für eine ausgeschnittene Namenskette geeignet. Kläre das Verfahren und teste das Ergebnis, statt bei jedem Produkt jede Option anzubieten.

Wenn du selbst personalisierst, prüfe deine Ausstattung, Materialien und Kapazität. Übernimmt ein Partner die Arbeit, vereinbare die benötigten Dateien, Anweisungen und Prüfungen. Prüfe ein Muster der geplanten Verkaufsvariante, bevor du das Angebot erstellst.

4. Mache jede Auswahl für den Käufer verständlich

Schreibe Anweisungen, die genau erklären, was Käufer auswählen und übermitteln sollen. Texte, Bilder und Optionsnamen müssen übereinstimmen.

  • Text: Zeige, wo Name, Datum oder Nachricht einzutragen sind. Erkläre Zeichenbegrenzungen, Zeilenumbrüche und ob Groß- und Kleinschreibung wie eingegeben übernommen werden.
  • Schriftarten: Verwende einheitliche Namen oder Nummern. Zeige Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Ziffern in einer gut lesbaren Übersicht und Beispielnamen auf dem Produkt.
  • Bilder: Erkläre, wie Käufer ein Foto oder einen Entwurf übermitteln, welche Qualität nötig ist und wie Zuschnitt oder Platzierung erfolgen.
  • Weitere Optionen: Benenne Größen, Materialien, Farben und Zubehör eindeutig. Zeige, was enthalten ist und was extra kostet.

Lass Käufer nicht raten, ob sich eine Nummer auf eine Schriftart, Farbe oder Produktgröße bezieht. Gehe das Angebot so durch, als würdest du selbst bestellen. Könntest du alle nötigen Angaben machen, ohne nachfragen zu müssen?

5. Prüfe die Bearbeitungszeiten, bevor du eine Lieferung zusagst

Ein Anlass setzt eine Frist. Bevor du die rechtzeitige Ankunft eines Geschenks zusagst, kläre die Bearbeitungszeit deines Produktionspartners für genau dieses Produkt mit der gewünschten Personalisierung.

Kläre, was die Bearbeitungszeit umfasst, wann sie beginnt und ob sie in Werktagen angegeben ist. Frage nach Entwurfsvorbereitung, fehlenden Käuferangaben, gegebenenfalls Musterfreigaben und Kapazitäten in der Hochsaison.

Trenne Produktions- und Vorbereitungszeit von der voraussichtlichen Transportdauer. Berücksichtige eigene Arbeiten vor dem Versand und prüfe die Versandoptionen für den tatsächlichen Zielort des Käufers.

Unterscheide diese Zeiten auch im Angebot und in Kundennachrichten. Ein voraussichtlicher Liefertermin ist keine garantierte Ankunft. Braucht der Käufer ein Geschenk für einen bestimmten Tag, prüfe den gesamten Ablauf, bevor du eine rechtzeitige Lieferung zusagst.

Besprich deine Produktidee mit JetShipper

Wenn Käufergruppe, Produktidee und Personalisierungsplan feststehen, besprechen wir mit dir die Produktionsmöglichkeiten. Schmuckproduktion ist unsere Spezialität. Du kannst vorhandene Modelle erkunden oder deinen eigenen Entwurf mitbringen. Kläre vor dem Einstellen die verfügbaren Optionen und Zeiten.

Mehr zur Schriftwahl erfährst du in unserem Ratgeber zur Auswahl von Schriftarten für Schmuck.

Erzähl uns, welche Produkte du anbieten möchtest.